Sprachmittler-Pool im Landkreis Helmstedt wird 2020 vorerst eingestellt

Eine unerfreuliche Nachricht gab die von der Diakonie in Helmstedt geführte „Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe“ im Landkreis Helmstedt zum Jahresende bekannt:

Mit dem Ende des Jahres 2019 endet leider auch die Vermittlung der Sprachmittler. Die Vermittlung und Aufbau des Sprachmittler-Pools ist bis Mitte 2019 durch den SBK (Stiftung Braunschweigischer
Kulturbesitz) finanziert worden. Leider ist es bisher nicht gelungen eine Fortführung der Finanzierung eines Vermittlungsteams zu finden.

Der Einsatz der Sprachmittler*innen in den vergangenen drei Jahren war eine erhebliche Erleichterung in der Arbeit für Berater, Klienten, Behörden und Schulen sowie medizinische Versorgungssysteme. Nicht nur war das eine Handreichung und ein Zeichen für ein offenes, willkommendes Miteinander, sondern auch einfache eine Notwendigkeit. Umso mehr bedauere ich es Ihnen mitzuteilen, dass es ab 2020 keine Vermittlung von Sprachmittlern mehr geben wird; das Fehlen der Finanzierung für ein Vermittlungsteam lässt uns vorerst keine andere Möglichkeit, als den Sprachmittler-Pool vorerst einzustellen.

Die Arbeit mit den Geflüchteten durch Ehrenamtliche im Verein „Willkommen in Lehre“ wird durch diese Maßnahme erschwert. Gerade bei Behördengängen und Arztbesuchen ist die Bereitstellung der Dolmetschertätigkeit für alle Seiten unverzichtbar.

Ein Artikel in den Helmstedter Nachrichten vom 21.12.2019 greift das Thema auf: